Hans Huppertz - Die Faust des Papstes
Die Faust des Papstes
Hans Huppertz
Beschreibung
Ilse Kirsch läutete an der Klosterpforte der Schwarzen Patres. Ein Laienbruder öffnete.»Sie wünschen?«»Ich möchte Pater Wunnibald sprechen.«Der Pförtner schaute das Fräulein musternd an. Dieses konnte kaum über zwanzig Jahre alt sein. Er überlegte.Endlich erwiderte er:»Ich will sehen. Treten Sie bitte ein.«Er geleitete die Besucherin in das einfache Sprechzimmer unmittelbar neben der Pforte. Die junge Dame setzte sich. Ihre Pulse flogen. Die Augen fieberten.»Wunnibald!« rang es sich voll Sehnsucht von ihren roten Lippen. »Ich sehne mich nach dir. O daß du doch mein wärest!«Um sich zur Ruhe zu zwingen, betrachtete sie eifrig die Einrichtung des Zimmers. Es war weiß getüncht. Ein Kruzifix und zwei Heiligenbilder, einfacher Schwarzdruck, zierten die Wände. Neben dem gelb gestrichenen Tische standen vier Stühle. Eine Glastüre führte ins innere Kloster.
